Abnehmen im Schlaf
Es klingt beinahe unglaubwürdig: Mittels ausgewählter Methoden und entsprechender Begleitprogramme lässt sich ohne größeren Aufwand schnell und gezielt abnehmen – im Schlaf! Was verbirgt sich dahinter – Scharlatanerie oder echte Erkenntnis?
Der Internist Dr. Pape kreierte vor einiger Zeit die nach ihm benannte „Papediät“. Deren Gestaltung versucht, das Zusammenspiel der Hormone und den Bio-Rythmus für eine effektive Gewichtsreduktion zu nutzen. Während des Schlafens übernimmt unser Organismus schließlich die Verbrennung von Fett, eine Abnahme im Schlaf scheint demnach völlig natürlich. Genau diesen Prozess versucht die Papediät effektiv zu nutzen und zu optimieren. Dabei ist es vor allem wichtig, die richtigen Nahrungsmittel zur richtigen Zeit zu verzehren, wobei die Anteile von Eiweiß und von den besonders Energie intensiven Kohlenhydraten in unserer Nahrung eine große Rolle spielen . Ziel ist es, das hochwirksame Hormon Insulin zu kontrollieren. Und natürlich ist auch der ausreichende Schlaf für den Erfolg der Kur entscheidend – neben ausreichender Bewegung und gelegentlichen Sporteinheiten.
Bei der Insulin-Trennkost wird dreimal täglich gegessen, der Abstand zwischen den Mahlzeiten beträgt jeweils etwa 5 Stunden. Nicht erlaubt sind Zwischenmahlzeiten wie Vesper oder der schelle Schokoriegel.
Der Tag beginnt mit einem ausgewogenen Frühstück, das reich an Kohlenhydraten sein sollte. Brot oder Brötchen werden mit Marmelade, Honig oder gerne auch Nutelle bestrichen, Müsli als generell gesunde Alternative bleibt natürlich ebenfalls erlaubt. Tabu sind hingegen Milchprodukte jeglicher Coleur, genauso wie Eiweiß, das sich vor allem im Käse, der Wurst oder im Ei findet. Saft und Obst ergänzen das Frühstück. All die Kohlenhydraten versprechen Kraft und Energie für die Aufhaben des Tages.
Mittags stellt sich der Abnehmende eine Mahlzeit aus Eiweißen und Kohlenhydraten zusammen. Ausgewogenheit steht im Vordergrund. Sinnvoll sind beispielsweise Eintöpfe mit Fleisch, Kartoffeln und Gemüse, auch ein Nudelsalat mit Ei oder Fisch mit Reis und gedünstetem Gemüse sind erlaubt.
Abends jedoch dürfen keine Kohlenhydrate verzehrt werden. Wer nachts nicht arbeitet oder besonders viel Energie benötigt, kann auf die Zufuhr dieser Stoffe verzichten. Der Insulinspiegel bleibt niedrig, die nächtliche Fettverbrennung kann anlaufen. Für das Abendbrot empfiehlt sich die Aufnahme von Fleisch, Fisch, von Milchprodukten oder Soja, jeweilig kombiniert mit Gemüse, am besten mit einem frischen und vielseitigen Salat.
Darüber hinaus bietet diese Art Kur auch eine besonders schnelle Turbo-Version. Dabei wird auch Mittags auf Kohlenhydrate verzichtet beziehungsweise wird ihre Zufuhr radikal eingeschränkt.
Wichtig ist der ausreichende Schlaf, damit der Organismus genug Zeit hat, sich zu erholen und entsprechende Fettlasten abzubauen.
Nicht zuletzt ist natürlich auch die ausreichende Bewegung wichtig – stets im Einklang mit dem Bio-Rythmus. Zugegeben, die meisten Betroffenen sind regelrechte Sport-Muffel, da hilft für den Anfang auch häufige und durchaus belastende Bewegung. Der tägliche Spaziergang, Treppensteigen und ein wenig Gymnastik können bereits Wunder wirken. Wer die Pape-Diät versuchen möchte, kommt um ein wenig mehr Sport freilich nicht herum: Moderates Ausdauertraining neben gezieltem Muskelaufbau sind Grundlagen einer effektiven Abnahme. Als Zeitpunkt für diese Betätigungen wird die Zeit zwischen 16-20 Uhr empfohlen, um ein ideales Zusammenspiel zwischen körperlicher Belastung, Nahrungsaufnahme am Abend und anschließender Fettverbrennung im Schlaf zu gewährleisten. Der Erfolg kann sich in jedem Fall sehen lassen.



